Mandel-Butterkuchen

wenns mal ganz schnell perfekt sein muss

Butter-Mandelkuchen

 

 

 

Gestern war die Küche komplett vom Küchenchef blockiert. Es wurde geputzt und geschält, geschnitten und gewürfelt, gebraten und gedünstet, gemischt und gemengt. Von der Menge der Töpfe und dessen Inhalt aus zu schließen, müssen wir anscheinend die nächsten Tage eine ganze ausgehungerte Kompanie verpflegen.

In dieser Situationen ist es immer ratsam, die Küche nebst Pädda zu verlassen und sich mehrere Stunden abseits des Geschehens auf  die feinen Ergebnisse zu freuen. Nebst Ragù alla bolognese und Gulasch, was stundenlang leise vor sich hin simmern musste, wurde auch das erste selber gebackene Laugengebäck, Chiabatta und Dinkelbrot aus dem Backofen gezaubert. Ab und an wurde ich dann gerufen um ein kleines Stückchen dieser Köstlichkeiten zu verkosten.

… und wie schlage ich jetzt den Bogen zum Mandelkuchen? Ganz einfach: Wenn der Backofen schon mal glüht, kann man auch diesen hervorragenden Kuchen rein schieben, der laut Pädda nicht sonderlich schwer nach zu backen ist. Das Ergebnis war wieder mal perfekt.

Der Teig

  • 1 Becher Sahne
  • 1 Becher Zucker
  • 2 Becher Mehl
  • 1 P. Vanillezucker
  • 1 P. Backpulver
  • 4 Eier

Der Belag

  • 150 g Butter
  • 1 Becher Zucker
  • 5 El Milch
  • 1 P. Vanillezucker
  • viel gehobelte Mandeln

Aus den Teigzutaten einen Rührkuchen zubereiten und 10 Minuten bei 200° backen. Zwischenzeitlich die Butter mit der Milch erwärmen, die restlichen Zutaten mit unter rühren und auf den Kuchen verteilen und noch 10 Minuten backen.

 

dinner in the dark oder von wegen das Auge isst mit.

Gestern Abend war es soweit. Peter und ich  lösten den Gutschein ein, den ich von meinen Arbeitskollegen zum 50igsten Geburtstag geschenkt bekommen habe.

Wir kannten weder den Pörtnerhof in Seßlach, wo dieses Dinner statt fand, noch konnten wir uns etwas unter “Genießen im Dunklen” vorstellen. Durch die Zusammenarbeit des Restaurants mit der Würzburger Blindenstiftung entstand diese Idee, ein Abendessen in der vollkommenen Dunkelheit anzubieten. Ein Teil des Erlöses geht auch an die Blindeninstitutsstiftung.

Um 18:30 Uhr war Treffpunkt im Restaurant und bei einem Glas Prosecco wurden wir auf das vor uns liegende Abendessen vorbereitet. Es mussten alle Handys ausgeschaltet werden und wir wurden dann in zweier Paaren durch eine Lichtschleuse geführt und an unseren Tisch und Sitzplatz geleitet. Von nun an waren wir auf uns selbst gestellt.  Wir saßen uns paarweise gegenüber. Uns wurde noch erklärt, dass vor uns ein Brotkorb sei und wenn wir Wasser zum Essen trinken möchten, die offenen Flaschen auf dem Tisch stehen würden. Wir könnten, nein wir mussten das Wasser selbst einschenken, im Dunkeln. Wein oder andere Getränke wurde uns an den Tisch gebracht und von unserer Gastgeberin eingeschenkt. Anhand der Besteckanordnung konnten wir erfühlen, dass es ein 4-gängiges Menü sein wird.  Die beiden Bedienungen verfügten über ein Nachtsichtgerät und kannten auch den Raum. Es war für sie trotzdem nicht so ganz einfach, das Essen und die Getränke zu servieren.

Der erste Gang wurde aufgetragen und wir konnten damit anfangen in der kompletten Dunkelheit zu essen, was nicht ganz so einfach war. Den Versuch mit Messer und Gabel zu essen habe ich im Vorfeld ausgeschlossen. Für mich war der Suppenlöffel und meine linke Hand das Besteck durch den Abend. Nachdem wir die Vorspeise gegessen hatten mussten wir erraten was wir auf dem Teller hatten. Es war ein hervorragendes Steinpilzrisotto mit kurz gebratenem Zander. Beim nächsten Gang war meine Hand nutzlos. Es gab eine sehr köstliche Karotten-Ingwer-Suppe mit Gemüseeinlage. Als Hauptgang folgte eine Variation vom Schwein. Mit Backpflaumen gefüllte Schweinelende und ein Stück Krustenbraten, an Steckrüben-Kohlrabi Gemüse, mit Sellerie-Kartoffelpüree. Ein Traum! Zum Abschluss wurde uns noch ein kleiner Nachtisch serviert. Es waren unterschiedliche Früchte und Schokoladenstückchen, die wir ebenfalls geschmacklich erraten mussten.

Um unsere Augen nach dem Essen wieder langsam ans Licht zu gewöhnen, wurde ein Teelicht in den Raum gebracht. Wir alle waren überrascht, dass dieses kleine Teelicht für unsere Augen schon als viel zu grell empfunden wurde.

Für uns war es sehr interessant, wie man in dieser kurzen Zeit in der vollkommenen Dunkelheit seine Sinne schärfen kann. Wir empfanden die Gespräche am Nebentisch lauter, als sonst und was viel wichtiger war: Man konzentriert sich enorm auf den Geschmackssinn beim Essen. Das hätten wir bei weitem nicht gedacht. Bei diesem Dinner im Dunklen ging uns tatsächlich ein Licht auf!

Ein ganz dickes DANKE an meine Kollegen, die sich dieses tolle Überraschung ausgedacht haben!

Aufgalopp

Heute war unser Aufgalopp für`s  Wanderjahr 2014. Es wurde auch langsam Zeit. Die vergangenen Feiertage mit den üppigen Mahlzeiten bringen schon ein paar kleine Pfunde mehr mit auf die Waage. Doch das alleine ist nicht der Grund weshalb wir heute unseren kleinen Rucksack mit ein bisschen Äpfel , Lebkuchen und heißem Tee bepackten. Wir, naja eher ich, schaue schon auf das erste Drittel des Frankenweges und bekanntlich heißt es:  “Gut trainiert ist gut gelaufen”.
Eine bestimmte Route hatten wir nicht geplant, einfach einen Weg von Frensdorf über die B22 und im Wald wieder zurück. Da der Wetterfrosch gestern Regen und schlechtes Wetter ankündigte, freuten wir uns um so mehr, dass der Himmel nur dick bewölkt war. Pünktlich um 9:00 Uhr marschierten wir los. Unser Weg führte über Vorra, durch die Feldwege, weiter zur Überquerung der B22 und über Stegaurach und Waizendorf wollten wir wieder nach Hause. Da wir keine Karte dabei hatten, das Navi im Wald keinen Empfang mehr hatte, die Wege sehr schlecht ausgeschildert waren, sind wir einmal im Kreis gelaufen. Irgendwie schafften wir es dann doch wieder auf normale Waldwege zu kommen, allerdings nicht Richtung Stegaurach, sondern wir kamen in Birkach wieder aus dem Wald. Es war kurz nach 12:00 Uhr  und wir entschlossen uns auf dem direkten Weg nach Frensdorf zurück zu laufen.
Da das Navi nicht komplett aufgezeichnet hat, können wir anhand der vorliegenden Daten und der Wegstrecke nur vermuten, dass wir in 4 Stunden ca. 16-18 km gelaufen sind.

Scheeeee wars trotzdem!